
Musikalische Radtour
Stationenformat für Familien
Eine Idee von Christiane Klein (Bodenwerder)
und VISION KIRCHENMUSIK
Wie funktioniert das?
Orgelführung, Konzert, Offene Orgelbank, Mitsingformat und die Begegnung mit einer Orgelbauerin: bei der musikalischen Radtour können die Teilnehmenden die Orgel aus ganz unterschiedlichen Perspektiven kennenlernen.
Die einzelnen Formate sind auf verschiedene Orte entlang einer als Rundkurs angelegten Route verteilt, auf der die Familien mit dem Rad unterwegs sind. Alle Teilnehmenden treffen sich zu Beginn an einer festgelegten Station mit ihren Tourbegleiter*innen, erleben das erste Format und machen sich dann gemeinsam auf den Weg zur nächsten Station. Sind mehrere Gruppen unterwegs, können diese nacheinander am selben Ort oder gleichzeitig an verschiedenen Punkten der Route starten. Die Tourbegleiter*innen kennen die Route und führen die Gruppen von Station zu Station, an denen sie etwa 15–20-minütige Formate erleben. Unterwegs werden die Teilnehmenden musikalisch überrascht, etwa von einem Posaunenchor am Wegesrand, der ihnen etwas zuspielt.
Was macht den Erfolg dieses Formats aus?
Die musikalische Radtour vereint ein ungewöhnliches Kulturerlebnis mit einem Freizeitangebot, das viele Familien ohnehin gerne nutzen. Auf ihrer Tour erleben sie an den unterschiedlichen Stationen verschiedene Aspekte der Orgel, dürfen sich mal zurücklehnen und lauschen und dann wieder selbst aktiv werden. Die einzelnen Formate sprechen dabei sowohl Kinder als auch Erwachsene an und halten für die ganze Familie spannende Erlebnisse bereit. An einem Nachmittag erleben die Familien so ganz unterschiedliche Instrumente und Musiker:innen in Aktion.
Weil alle Teilnehmenden in Gruppen geführt werden, ergeben sich auch für die Mitwirkenden festgelegte Programmzeiten an den verschiedenen Standorten. Anders als bei einem „Tag der Offenen Tür“ bleibt der Ablauf an den einzelnen Station gut planbar. Darüber hinaus gewährleisten die festgelegten Gruppengrößen ein uneingeschränktes, intensives Musikerlebnis, z.B. bei Orgelführungen mit begrenztem Platz auf der Empore.
Wirken mehrere Gemeinden mit, bietet das Format auch neue Begegnungsmöglichkeiten und einen Anstoß für zukünftige Gemeinschaftsprojekte.
Wann wurde das Format durchgeführt?
Das Format wurde während der WESERFESTSPIELE 2022 in den Gemeinden Polle, Brevörde, Grave, Reileifzen und Heinsen durchgeführt. Hier geht’s zur musikalischen Radtour im Veranstaltungskalender der WESERFESTSPIELE.
Worauf ist bei der Umsetzung zu achten?
Neben der inhaltlichen Vorbereitung der einzelnen Stationen sollte bei diesem Format vor allem auf eine gute Planung des Gesamtablaufs geachtet werden. Angefangen von der Auswahl einer möglichst kurzen, für Familien gut befahrbaren Route bis hin zum Zeitplan. Je nach Alter der Kinder sollte die Durchschnittsgeschwindigkeit nicht zu hoch eingeschätzt und an den Stationen ausreichend Puffer-Zeit eingeplant werden. Bei dieser Radtour lag die Durchschnittszeit beispielsweise bei etwa 12 km/h.
Insgesamt wird ein großes Team aus Mitwirkenden für die Vorbereitung und Durchführung benötigt. Neben den Musiker*innen sind beispielsweise auch die Tourbegleiter*innen unerlässlich, ebenso wie die Stationsbegleitungen, die die Gruppen an den einzelnen Stationen begrüßen und sich vor Ort gut auskennen.
Um die Gruppen unterwegs zu verpflegen, bieten sich kleine Care-Pakete an, die von den Gemeinden vorbereitet und an die Teilnehmenden verteilt werden.


