Musique à la Carte

Französische Orgelmusik im Wunschkonzert

Eine Idee von Hol­ger Brandt (Wals­ro­de)

Wie funktioniert das?

Beim Wunsch­kon­zert bestimmt das Publi­kum im Vor­feld das Kon­zert­pro­gramm mit. Aus einer Aus­wahl von bei­spiels­wei­se 12 Stü­cken kön­nen die Zuhörer*innen bis zu zwei Wochen vor dem Kon­zert online ihr musi­ka­li­sches 4‑Gän­ge-Menü aus­wäh­len. Die the­ma­ti­sche Kon­zen­tra­ti­on auf fran­zö­si­sche Orgel­mu­sik und die Ein­tei­lung der Stü­cke in vier unter-schied­li­che Gän­ge stel­len sicher, dass das Kon­zert bei jedem mög­li­chen Wahl­er­geb­nis sei­nen dra­ma­tur­gi­schen Span­nungs­bo­gen behält. Um auch orgel­fer­nes Publi­kum an der Wahl teil­ha­ben zu las­sen, wer­den alle Stü­cke zuvor auf der Web­site der Kir­chen­ge­mein­de in kur­zen, 90-sekün­di­gen Video­fil­men vom Kon­zert­or­ga­nis­ten selbst vor­ge­stellt. Dabei sind neben musi­ka­li­schen Pas­sa­gen auch kurz gehal­te­ne Infor­ma­tio­nen zur Musik zu hören.

Im Kon­zert selbst erklin­gen dann genau die Stü­cke, die das Publi­kum zuvor aus­ge­wählt hat. Eine infor­ma­ti­ve und unter­halt­sa­me Mode­ra­ti­on führt auch unge­üb­te Hörer*innen durch die musi­ka­li­schen Dar­bie­tun­gen. Auch das Pro­gramm­heft erleich­tert mit Bil­dern der jewei­li­gen Komponist*innen und ihrer Orgeln und Wir­kungs­stät­ten den Zugang zur Musik. Sitz­plät­ze auf der Empo­re und im Altar­raum ermög­li­chen unge­wohn­te Per­spek­ti­ven auf die Orgel und den Spiel­tisch. Über eine Video­über­tra­gung von der Orgel­em­po­re auf eine Lein­wand im Altar­raum sind alle Zuhörer*innen ganz nah am Gesche­hen.

Was macht den Erfolg dieses Formats aus?

Die Besu­che­rin­nen und Besu­cher haben bei die­sem Kon­zert ein­mal die Mög­lich­keit, selbst das Pro­gramm zu bestim­men. Gera­de Konzertbesucher*innen, die nicht wis­sen, was sich hin­ter den Titeln ver­birgt, kön­nen sich im Vor­feld schon mit der Musik ver­traut machen. Im Kon­zert erleich­tern zahl­rei­che, bewusst gestal­te­te Ele­men­te – von der Sitz­platz­wahl über das Pro­gramm­heft und die Mode­ra­ti­on bis hin zur Video­über­tra­gung – den Zugang zur Musik.

Wann wurde das Format durchgeführt?

Das For­mat wur­de im Rah­men der Orgel­ent­decker­tage 2020 in Wals­ro­de durch­ge­führt.

Worauf ist bei der Umsetzung zu achten?

Bei der Bewer­bung soll­ten neben Zei­tung und Pla­ka­ten auch die Sozia­len Medi­en beson­ders in den Blick genom­men wer­den, um neue Ziel­grup­pen auf die Ver­an­stal­tung und die beson­de­ren Mög­lich­kei­ten der Mit­wir­kung auf­merk­sam zu machen.

Die kur­zen Video­fil­me zu den ein­zel­nen Musik­stü­cken soll­ten nicht nur musi­ka­lisch, son­dern auch inhalt­lich gut vor­ge­plant wer­den und nicht zu lang sein, dann sind sie auch schnell auf­ge­nom­men. Für die Publi­kums­ab­stim­mung kann das Online-Tool der Landes­kirche anmeldung‑e genutzt wer­den. Die Dead­line für die Abstim­mung soll­te nicht zu lang vor dem eigent­li­chen Kon­zert­abend lie­gen, muss aber auch genug Zeit zum Ein­üben der gewähl­ten Stü­cke las­sen.

Wenn zusätz­lich eine Video­über­tra­gung von der Orgel­em­po­re zum Ein­satz kommt, soll­te die­se im Vor­feld gut geprobt sein. Ein Tuto­ri­al zur Umset­zung einer Video­über­tra­gung fin­det sich hier.