
Spiel doch mal!
Offene Orgelbank für Kinder ab 5 Jahren
Eine Idee von Sybille Groß (Buxtehude)
Wie funktioniert das?
Einmal selbst auf der Orgelbank sitzen und die vielen hundert Pfeifen zum Klingen bringen – das ist bei dieser Offenen Orgelbank für Kinder und Jugendliche möglich. Damit jede und jeder genügend Zeit am Instrument hat, ist die Gruppengröße begrenzt und die Dauer der Veranstaltung im Vorfeld festgelegt. Teilnehmende, die bereits Vorkenntnisse an einem Tasteninstrument haben, dürfen eigene Noten mitbringen. Die Organistin zeigt dann, wie diese auf der Orgel umgesetzt und registriert werden können. Das Spiel der Kinder kann von ihr außerdem durch eine weitere Stimme auf dem 2. Manual ergänzt werden, vorzugsweise in Basslage. Wer ganz neu an den Tasten ist, wird von der Organistin angeleitet, eine kleine Melodie oder ein Ostinato zu spielen. Dazu improvisiert sie, sodass ein klangvolles Hörerlebnis entsteht.
Was macht den Erfolg dieses Formats aus?
Durch das eigene Spielen kommen die Kinder und Jugendlichen unmittelbar mit der Orgel in Kontakt und erleben sich selbst als Musizierende. Dabei entdecken sie die verschiedenen Klangfarben und Registrierungsmöglichkeiten der Orgel. Durch die individuelle Anleitung und musikalische Ergänzung durch die Organistin wird die Offene Orgelbank für alle Teilnehmenden zu einem Erfolgserlebnis.
Wann wurde das Format durchgeführt?
Das Format findet regelmäßig im Rahmen der Orgelentdeckertage statt und wird gelegentlich auch im Anschluss an die wöchentlich stattfindende Reihe „Musik zur Marktzeit“ in Buxtehude angeboten. Auch für Konfirmandengruppen und bei Familienformaten ist es schon zum Einsatz gekommen.
Worauf ist bei der Umsetzung zu achten?
Die eigene Vorbereitung sollte sich an der Anzahl und der Altersstruktur der Teilnehmenden ausrichten. Beides kann bereits bei der Bewerbung der Veranstaltung festgelegt werden. Gibt es eine Anmeldung, sollte auch gefragt werden, ob die Teilnehmenden bereits Vorkenntnisse am Tasteninstrument haben. Während des Formats sind Spontaneität und Einfühlungsvermögen gefragt, um die Teilnehmenden weder zu unter- noch zu überfordern und für jede und jeden ein besonderes Erlebnis zu schaffen. Dabei sollte immer im Blick behalten werden, dass die „Offene Orgelbank“ kein Orgelunterricht ist.
