Pres­se­mit­tei­lung

Expedition in die Orgel

07. Okto­ber 2026

Han­no­ver. Gespannt sit­zen die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Süd­stadt­schu­le an die­sem Don­ners­tag­vor­mit­tag auf der Orgel­em­po­re der Naza­reth­kir­che in Han­no­ver. Kirs­ten Höh­lein hat die drit­te Klas­se im Rah­men der 11. Orgel­ent­decker­tage der Landes­kirche Han­no­vers zu einer Orgel­füh­rung ein­ge­la­den. Nun bli­cken die Kin­der auf die Eng­li­sche Orgel, die mit ihrem Klang den gan­zen Kirch­raum fül­len kann. Doch noch erklingt kein Ton. Also heißt es raten: Was muss die Orga­nis­tin tun, damit sie auf der Orgel spie­len kann? Nach eini­gem Aus­pro­bie­ren haben die Schü­le­rin­nen und Schü­ler das Geheim­nis gelüf­tet: Die Orgel braucht Luft, hier Orgel­wind genannt, damit ihre Pfei­fen erklin­gen kön­nen. Und der wird von einem Motor pro­du­ziert, der zunächst ein­ge­schal­tet wer­den muss.

Dann end­lich nimmt Kirs­ten Höh­lein auf der Orgel­bank Platz und lässt das Instru­ment erklin­gen. Anschlie­ßend stellt sie den Kin­dern die gan­ze Band­brei­te der Klän­ge vor. Ver­schie­de­ne Regis­ter brin­gen ganz unter­schied­li­che Klang­far­ben in den Raum. Die Kin­der stau­nen über den tiefs­ten Ton der Orgel, den man mehr spürt, als hört. „Das krib­belt im Bauch“, stel­len sie fest.

Anschlie­ßend zeigt Kirs­ten Höh­lein ihren jun­gen Gäs­ten an einem klei­nen Modell, dem Orgel­kof­fer, wie die Orgel funk­tio­niert. Die Kin­der dür­fen selbst eini­ge Holz­pfei­fen aus­pro­bie­ren, ver­schie­de­ne Pfei­fen­ar­ten ent­de­cken und in eine Pfei­fe hin­ein­gu­cken. Dabei wird auch klar: Lan­ge Pfei­fen klin­gen tie­fer als kur­ze, genau wie bei einer Flö­te.

Zurück an der Orgel folgt wie­der ein Rät­sel: Kön­nen die das nächs­te Stück erra­ten? Die fröh­li­che Melo­die ist den meis­ten bekannt und als Kirs­ten Höh­lein die Hän­de von den Tas­ten nimmt, kommt schnell die Ant­wort, dass hier gera­de die Musik der „Sen­dung mit der Maus“ erklun­gen ist.

 

Schließ­lich öff­net Kirs­ten Höh­lein eine Tür an der Sei­te der Orgel und lädt die Kin­der ein, das Inne­re des Instru­ments zu erkun­den. In Klein­grup­pen schlüp­fen die Schü­le­rin­nen und Schü­ler in die Orgel hin­ein und ent­de­cken dort gro­ße und klei­ne Pfei­fen aus Holz und Metall, den Bla­se­balg mit sei­nen schwe­ren Gewich­ten und die vie­len Abs­trak­ten, die die Tas­ten mit den Pfei­fen ver­bin­den. „Das sieht aus, wie eine Mur­mel­bahn“, stellt ein Schü­ler beim Anblick der Pfei­fen­rei­hen fest.

Als alle einen Blick ins Inne­re der Orgel gewor­fen haben, nimmt die Klas­se noch ein­mal Platz und lauscht dem Abschluss­tück, das Kirs­ten Höh­lein für sie spielt. Nach dem Applaus kön­nen die Kin­der kaum glau­ben, dass schon eine gan­ze Schul­stun­de ver­gan­gen ist. Sie über­le­gen, ob eine Orgel auch etwas für das Kin­der­zim­mer sein könn­te. Doch als Kirs­ten Höh­lein erzählt, wie teu­er allein die Rei­ni­gung des Instru­ments ist, wird schnell klar, dass sie die Orgel lie­ber in der Kir­che besu­chen. Auf dem Rück­weg von der Orgel­em­po­re in den Kirch­raum fällt das Fazit einer Schü­le­rin kurz und deut­lich aus: „Das war rich­tig toll!“.

Bil­der und Text: VISI­ON KIR­CHEN­MU­SIK

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Sil­ke Lin­den­schmidt
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