Pressemitteilung
Expedition in die Orgel
Hannover. Gespannt sitzen die Schülerinnen und Schüler der Südstadtschule an diesem Donnerstagvormittag auf der Orgelempore der Nazarethkirche in Hannover. Kirsten Höhlein hat die dritte Klasse im Rahmen der 11. Orgelentdeckertage der Landeskirche Hannovers zu einer Orgelführung eingeladen. Nun blicken die Kinder auf die Englische Orgel, die mit ihrem Klang den ganzen Kirchraum füllen kann. Doch noch erklingt kein Ton. Also heißt es raten: Was muss die Organistin tun, damit sie auf der Orgel spielen kann? Nach einigem Ausprobieren haben die Schülerinnen und Schüler das Geheimnis gelüftet: Die Orgel braucht Luft, hier Orgelwind genannt, damit ihre Pfeifen erklingen können. Und der wird von einem Motor produziert, der zunächst eingeschaltet werden muss.
Dann endlich nimmt Kirsten Höhlein auf der Orgelbank Platz und lässt das Instrument erklingen. Anschließend stellt sie den Kindern die ganze Bandbreite der Klänge vor. Verschiedene Register bringen ganz unterschiedliche Klangfarben in den Raum. Die Kinder staunen über den tiefsten Ton der Orgel, den man mehr spürt, als hört. „Das kribbelt im Bauch“, stellen sie fest.
Anschließend zeigt Kirsten Höhlein ihren jungen Gästen an einem kleinen Modell, dem Orgelkoffer, wie die Orgel funktioniert. Die Kinder dürfen selbst einige Holzpfeifen ausprobieren, verschiedene Pfeifenarten entdecken und in eine Pfeife hineingucken. Dabei wird auch klar: Lange Pfeifen klingen tiefer als kurze, genau wie bei einer Flöte.
Zurück an der Orgel folgt wieder ein Rätsel: Können die das nächste Stück erraten? Die fröhliche Melodie ist den meisten bekannt und als Kirsten Höhlein die Hände von den Tasten nimmt, kommt schnell die Antwort, dass hier gerade die Musik der „Sendung mit der Maus“ erklungen ist.



Schließlich öffnet Kirsten Höhlein eine Tür an der Seite der Orgel und lädt die Kinder ein, das Innere des Instruments zu erkunden. In Kleingruppen schlüpfen die Schülerinnen und Schüler in die Orgel hinein und entdecken dort große und kleine Pfeifen aus Holz und Metall, den Blasebalg mit seinen schweren Gewichten und die vielen Abstrakten, die die Tasten mit den Pfeifen verbinden. „Das sieht aus, wie eine Murmelbahn“, stellt ein Schüler beim Anblick der Pfeifenreihen fest.
Als alle einen Blick ins Innere der Orgel geworfen haben, nimmt die Klasse noch einmal Platz und lauscht dem Abschlusstück, das Kirsten Höhlein für sie spielt. Nach dem Applaus können die Kinder kaum glauben, dass schon eine ganze Schulstunde vergangen ist. Sie überlegen, ob eine Orgel auch etwas für das Kinderzimmer sein könnte. Doch als Kirsten Höhlein erzählt, wie teuer allein die Reinigung des Instruments ist, wird schnell klar, dass sie die Orgel lieber in der Kirche besuchen. Auf dem Rückweg von der Orgelempore in den Kirchraum fällt das Fazit einer Schülerin kurz und deutlich aus: „Das war richtig toll!“.
Pressekontakt
Silke Lindenschmidt
Leitung VISION KIRCHENMUSIK
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